Loslassen (Feb 2020)

Ich darf loslassen
und mal alles anders machen.
Ich darf tief atmen und loslassen
und darf mich ganz mit mir selbst befassen.

Ich darf aufhören,
mit dem, was mir nicht guttut
und auch wenn mir der Mut fehlt
und etwas nicht vorwärts geht,
dann darf ich vertrauen
und vielleicht einfach mal woanders hinschauen.
Ich darf aufhören an mir zu zweifeln
und davon auszugehen, dass es nur diesen Weg gibt
um weiterzugehen.
Ich darf sie loslassen
all meine Zweifel und meine Ängste,
meine Scham und meine Gier.
Und ich darf hier und jetzt zurücklassen
was mir nicht mehr dient
und darf tief atmen und das Leben spüren
und mich voller Vertrauen führen lassen.

Ich darf meine Schritte
auf von mir noch ungeahnten Wegen gehen,
darf mich drehen
auch nochmal
und nochmal,
ich darf mich umsehen
nach all den Möglichkeiten,
darf alles ausprobieren,
darf meine Flügel ausbreiten.
Und wenn sie noch nicht fliegen,
dann kann ich einfach losspazieren,
um unterwegs zu sein
auf noch unbekannten Wegen.

Ich darf mutig sein,
wann immer ich will
und wenn ich es still und langsam brauche,
dann bleibe ich stehen
und horch in mich rein,
höre auf die leisen, fast ungehörten Stimmen
und lasse sie lauter werden
und gebe ihnen Raum zum Klingen.

Ich darf meine Herzensstimme lauter werden lassen,
darf sie erfassen mit allen Nuancen
und all ihrer Kraft
und jedes Loslassen schafft neuen Raum
in meinem Herzen
und stärkt mein Vertrauen
in mich und das Leben.
Und wenn ich aufhöre mich über andere zu erheben
und ich vergebe und verzeihe,
kann ich die Zeit nutzen
um mal ganz im Reinen mit mir selbst zu sein.

Wir können aufhören
unserer Gesundheit zu schaden,
können uns weniger mit Aufgaben beladen
und wir können uns lösen,
von all den Dingen, die wir nicht mehr brauchen.
Wir können loslassen was uns schadet und belastet
und uns dann den Freiraum ansehen,
der dadurch entsteht,
ihn voller Liebe neu füllen
und bewusster durchs Leben gehen.

Und anstatt blind dem Alltagstrott zu folgen,
lasst uns mehr wahrnehmen,
unserem Leben mehr Aufmerksamkeit geben
und wieder öfter der Blick heben.

Lasst uns aufhören
für alles Kontrolle zu übernehmen
und mal versuchen sie abzugeben
und ins Vertrauen zu gehen,
uns mehr unserer Intuition zuzudrehen
und uns anzusehen, wo wir gerade stehen.

Lasst uns aufhören Grenzen zu setzen,
um uns und andere auszugrenzen,
und Mauern zu bauen.
Lasst uns aufhören
uns selbst alles vorzuschreiben
und anfangen, viel mehr zu vertrauen.

Lasst uns aufhören so viel zurück zu schauen,
uns klein zu halten und im Mangel zu denken.
Lasst uns aufhören zu zweifeln,
und unserem puren Selbst so wenig Liebe zu schenken.
Lasst uns aufhören alles wissen zu wollen
und vorbeizugehen und wegzuschauen,
lasst uns lieber von Herz zu Herz sprechen
und unser Zusammenleben auf Liebe aufbauen.

Du darfst vertrauen
auf die Liebe, die dich umgibt,
darfst annehmen und JA sagen
zu all dem Schönen,
das sich in die Lücke zwischen deinen üblichen Gedanken schiebt.
Du darfst in die Stille gehen
und mal ganz nah bei dir sein,
darfst loslassen, was du mit aller Kraft festhält,
weil du glaubst,
dass es dich ausmacht.

Du kannst deine Gedankenmuster durchbrechen
und mal eine Pause machen,
darfst deiner Herzensstimme eine Chance geben,
sich mal wieder bemerkbar zu machen.
Und du darfst aufhören
immerzu zu denken,
darfst den Blick mal in dich reinlenken
und deinen Träumen und Visionen mehr Aufmerksamkeit schenken.

Du darfst zurücklassen
was dich belastet und dich festhält
und all das, was dich davon abhält
dein Licht in die Welt zu bringen,
kannst du nun loslassen.

Du kannst die Grenzen sprengen,
die du dir gesetzt hast,
kannst den einen Gedanken loslassen,
der partout nicht mehr passt.
Lass los alle Ängste, Überzeugungen und Bequemlichkeiten
und schau voller Neugier in die unendlichen Weiten.
Und wähle neu, wann immer es dir guttut
und tausch deine Zweifel gegen Vertrauen und Mut.

Atme aus, was dich schwächt und dich nicht nährt.
Atme ein, was dir Kraft gibt und dich stärkt.

Schenk dir die Zeit,
um zu atmen und in dich reinzuhören,
nutze den Freiraum, der neu entstanden ist
und fülle ihn mit Liebe und mit Träumen,
die dein Herz niemals vergisst.

Nimm dir die Zeit,
um in dich hineinzuschauen
und dich auf dein Sein zu besinnen
und auf das was dich erfüllt
und auf das was dich ausmacht.
Hör dir selber wieder zu und mach dich groß.
Und wenn dich etwas schwächt
oder es dir nicht mehr dient,
dann lass es los!

(c) Christina Rehr, Februar 2020

Loslassen_Christina Rehr (pdf)